Wie lange ist ein User durchschnittlich auf deiner Website? Was wurde beim Besuch angeklickt? Und was bringt den Besucher dazu die Seite wieder zu verlassen? Das Nutzungsverhalten der eigenen Website-Besucher zu verstehen, bildet die Basis für Optimierung und Verbesserung der eigenen Performance.

In diesem Blog Beitrag erfährst du, wie du Google Analytics einrichten kannst, um alle Daten deiner Website oder App zu tracken oder auszuwerten.

So kannst du ein Google Analytics-Konto einrichten

Google Analytics ist ein Tool der Google Marketing Plattform, Es hilft dabei, das Nutzungserlebnis deiner Besucher zu verstehen und liefert damit wichtige Ansätze  zur Optimierung deines Web-Auftritts.

Die Nutzung von Google Analytics ist in zwei verschiedenen Ausführungen möglich: Für kleine und mittelständische Unternehmen ist die kostenfreie Variante „Analysen“ vollkommen ausreichend. Größere Unternehmen können auf „Analytics 360“ zurückgreifen, um zusätzliche Tools zu erhalten.

Um Google Analytics zu verwenden, ist zunächst ein Google-Konto erforderlich. Besitzt du noch keinen Account, registriere dich zunächst mit einem Benutzernamen sowie Passwort und fahre danach so fort:

  • Rufe die Google Marketing Plattform auf und klicke auf „In Analytics anmelden“.
  • Gehe jetzt auf „Konto hinzufügen“, um dein (neues) Google Konto anzumelden – und schon bist du in der Google Marketing Plattform.
Google Analytics - KESCH digital Blogbeitrag
Bild: Google Marketing Plattform

Google Analytics einbinden: Property hinzufügen

Du bist nun in der Google Marketing Plattform angemeldet und kannst von hier aus dein Google-Analytics-Konto einrichten. Dazu musst du zunächst eine Property – also ein Webseiten – oder App Projekt – hinzufügen, von der du die Daten tracken möchtest. Jedem Analytics-Konto können bis zu 50 Properties zugeordnet werden.

1. Gehe auf die Startseite der Google Marketing Plattform auf den Button „Analytics“.

Google Analytics - KESCH digital Blogbeitrag
Bild: Google Marketing Plattform

2. Klicke auf den Reiter „Verwaltung“.
3.
Gehe nun in der Spalte „Konto“ auf den Account, dem du eine Property hinzufügen möchtest.
4. Jetzt gehe in der Spalte Property auf den Button „+ Property erstellen“.

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Bild: Google Analytics

5. Jetzt kannst du zwischen Web, Apps oder Apps und Web auswählen.

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Bild: Google Analytics

Die folgenden zwei Schritte sind sowohl für das Einrichten einer Website sowie App vorzunehmen. Möchtest du jedoch die Daten einer App tracken, musst du zusätzlich ein neues Firebase-Projekt einrichten oder ein bereits bestehendes Firebase-Projekt mit Google Analytics verknüpfen.

6. Gib nun den Namen deines Projektes sowie die Website-URL Vergib außerdem eine Kategorie unter „Branche“ und leg eine Zeitzone fest. Für das Einrichten einer App leg außerdem die angezeigte Währung fest.

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Bild: Google Analytics

7. Klicke jetzt auf „Erstellen“, um schließlich deine Tracking-Informationen zu erhalten. Die Property ist jetzt eingerichtet, doch jetzt musst du diese noch in deine Website integrieren:

Füge dazu den Tracking-Code in das -Element aller Webseiten ein, die erfasst werden sollen.

Du kannst auch den Google Tag Manager nutze, um den Codeschnipsel deiner Seite zuzuordnen. So musst du spätere Änderungen nicht mehr direkt am Quellcode deiner eigenen Webseite vornehmen, sondern kannst die Bearbeitung ganz einfach über den Google Tag Manager durchführen.

IP anonymisieren: Google Analytics datenkonform nutzen

Um gemäß dem Datenschutz zu handeln, ist es mit dem Einrichten von Google Analytics auch notwendig, die IP-Adressen der Nutzer zu anonymisieren, damit diese im Tracking nicht übergehen werden.

Hierfür musst du den folgenden Code-Schnipsel vor das Closing-Tag des Tracking Codes einfügen:

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Auch wenn die Tracking-Informationen über den Google Tag Manager eingefügt werden, müssen die IP-Adressen der Nutzer anonymisiert werden.

Füge hierfür ein festzulegendes Feld mit dem Namen “anonymeIP“ und dem Wert „true“ hinzu und lege es schließlich als Trigger für alle Seiten an.

Google Analytics nutzen – Datenansicht anlegen

Ist die Property nun ordnungsgemäß angelegt, kann das Tracking beginnen: Eine Datensicht hilft dir dabei, gefilterte Ergebnisse zu deiner Property einzusehen.

Für das Anlegen einer solchen Datenansicht gehe unter „Verwaltung“ auf die letzte Spalte „Datenansicht“.

  1. Klicke auf „+Datenansicht erstellen“.
  2. Nun vergebe einen Namen, wähle zwischen Webseite oder App aus und bestimme die Zeitzone.
  3. Klicke anschließend auf „Datenansicht erstellen“.
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Bild: Google Analytics

Jetzt kannst du unter der Einstellung „Filter“ die Ansicht entsprechend deiner Filterwünsche anpassen und die Daten deiner Website entsprechend analysieren.

Lerne deine Webseiten-Besucher verstehen

Wer Google Analytics richtig nutzt, versteht seine Nutzer besser und erhält, basierend auf realem Nutzverhalten, Zugang zu enormem Optimierungspotential. Durch das Analyse-Tool bekommst du einen besseren Einblick in dein Unternehmen und kannst entsprechende Zielvorhaben definieren und verfolgen.

Mithilfe von Google Analytics stehen dir die folgenden Funktionalitäten für die Performance-Messung deines Projektes zur Verfügung:

  • Nutzer- und Conversion- Modellierung
  • Berichte zum Nutzungsverhalten
  • Analyse und Visualisierung
  • Datenverwaltung, Import sowie Zugriffssteuerung
  • Datenaktivierung
  • Verknüpfung zu anderen Anwendungen (bsp.: Google AdSense, Google Date Studio, Google Ads)

Einmal eingerichtet, ermöglicht dir das Analyse-Tool der Google Marketing Plattform umfassende Funktionen, mit denen du die Möglichkeiten deiner Website oder App genau an die Bedürfnisse deiner Zielgruppe anpassen kannst, um so die bestmögliche Kundenerfahrung (User Experience) zu garantieren.

Das Einrichten von Google Analytics ist in wenigen Minuten getan. Nutze den Google Tag Manager, um die Tracking-Informationen zu integrieren, brauchst du nicht mal Programmierkenntnisse.

Das umfassende Analyse-Tool bietet dir die Chance, deine Nutzer genau zu tracken und somit verstehen zu lernen. Vergiss jedoch nicht, die IP-Adresse der Webseiten-Besucher bei der Einrichtung zu anonymisieren, um dein Datensegment im Sinne der der DSGVO zu gestalten.

Rubina, Kohi
15.04.2020